Living Stones

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Gruselige Vorkommnisse am Grab von Altkanzler Erhard

Aus dem Jenseits, 15.11.2009 - Es war ein überaus idyllischer Nachmittag, als die beiden Facility Manager des Bergfriedhofs der Gemeinde Gmund am Tegernsee eine grauenhafte Entdeckung machen sollten. Eugen Mitternachter und Franz Xaver genossen wie jeden Tag den herrlichen Ausblick über die Berge und Wälder und den See, den ihr Arbeitsplatz mit sich bringt. Sie hoben gerade ein Grab für einen 37-jährigen Mann aus, der sich das Leben genommen hatte, weil ihn der Frust über seine Arbeits- und Perspektivlosigkeit zur Verzweiflung getrieben hatte, als sie plötzlich sonderbare Geräusche aus dem Nachbargrab hörten.

„Es war schon sehr gruselig“, erinnert sich Franz Xaver, der das Knarzen als Erster bemerkte. „Wir unterhielten uns über dieses arme Schwein, das sich wegen dieser beschissenen wirtschaftlichen Lage umgebracht hat. Und auf einmal kam so ein leichtes Grummeln aus der Grabstätte von Ludwig Erhard.“ Die beiden Männer trauten ihren Ohren zunächst kaum.

 

Seltsame Ereignisse am Grab Ludwig Erhards

 

„Wir haben noch eine Weile weitergeschaufelt, weil wir uns einredeten, dass es so was doch niemals nicht geben dürfe“, beschreibt Eugen Mitternachter die unheimliche Situation, den Albtraum eines jeden Friedhofsangestellten. „Also haben wir weitergequatscht über die Zustände auf dem Arbeitsmarkt in unserem Land. Der Franzl hat mir dann davon erzählt, dass doch erst letztens am Bodensee ein Gericht entschieden hat, dass eine Frau völlig zurecht fristlos entlassen worden war, nur weil sie eine Maultasche gegessen hatte, die eigentlich für die von ihr betreuten Bewohner eines Altenheims gedacht waren.“ Und dann hat es wieder ganz eindeutig geknarrt aus dem Grab des Herrn Erhard.

Völlig verängstigt verständigten Mitternacht und Xaver die Polizei, die wiederum eine Öffnung der Grabstätte veranlasste. Die herbeigeholten Gerichtsmediziner machten daraufhin eine erschreckende Entdeckung: Das halbverweste Gebein des Vaters der Sozialen Marktwirtschaft lag herumgedreht im Sarg. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, gestand die Rechtsmedizinerin Anne Tomie. „Auf jeden Fall können wir aber ein Fremdeinwirken ausschließen. Der Leichnam hat sich selbstständig im Grabe herumgedreht.“

Die Friedhofsverwaltung in Gmund prüft nun, ob sie ihren beiden Mitarbeitern kündigen soll, da diese sich entgegen ihrer Anweisung nicht um das Grab des suizidalen Mannes gekümmert und somit kostbare Zeit verplempert hätten. „Es sind schon Leute für weitaus weniger gefeuert worden“, bemerkte Kreisverwaltungsdirektor Knauser. „Die Menschen müssen endlich begreifen, wie unendlich dankbar sie zu sein haben, wenn sie heutzutage überhaupt noch Arbeiten dürfen!“